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Absolute RC Simulator App: RC-Flugzeuge auf iPhone und iPad fliegen lernen

Ein RC-Flugzeug zu steuern sieht am Boden oft einfacher aus, als es später in der Luft tatsächlich ist. Besonders die ersten Kurven, das Fliegen auf sich selbst zu und die Landung verlangen etwas Übung.

Genau deshalb sind Flugsimulatoren im Modellflug so beliebt. Statt das erste Modell nach wenigen Sekunden im Acker zu versenken, kann man die grundlegenden Steuerbewegungen erst einmal gefahrlos trainieren.

Eine der bekanntesten mobilen Lösungen dafür ist Absolute RC Simulator. Die App läuft auf iPhone und iPad und bringt verschiedene RC-Flugzeuge, Hubschrauber, Drohnen und sogar weitere RC-Modelle direkt aufs Smartphone oder Tablet. Die Basisversion kann kostenlos geladen werden und lässt sich über In-App-Käufe erweitern. :chatgpt-content-reference{index=“0″}

Ich habe mir deshalb angeschaut, was Absolute RC Simulator bietet, für wen sich die App eignet und ob man damit als Einsteiger wirklich etwas für den ersten echten Flug lernen kann.

Was ist Absolute RC Simulator?

Absolute RC Simulator ist ein mobiler RC-Simulator von Happy Bytes LLC. Die App ist für iPhone und iPad erhältlich und soll das Flugverhalten echter RC-Modelle möglichst realistisch nachbilden.

Der Schwerpunkt liegt auf Flugzeugen und Hubschraubern. Zusätzlich sind aber auch Drohnen, RC-Boote und RC-Cars enthalten. Damit ist die App deutlich breiter aufgestellt als viele reine Flugmodell-Simulatoren. :chatgpt-content-reference{index=“1″}

Die kostenlose Version enthält einen Grundumfang an Modellen und Fluggeländen. Weitere Modelle können einzeln gekauft werden. Zusätzlich gibt es eine kostenpflichtige Vollversion, in der deutlich mehr Inhalte bereits enthalten sind. :chatgpt-content-reference{index=“2″}

Auf welchen Geräten läuft die App?

Absolute RC Simulator unterstützt aktuell iPhone und iPad. Laut App Store wird mindestens iOS beziehungsweise iPadOS 15 benötigt. Die App ist außerdem auf Apple Vision verfügbar. :chatgpt-content-reference{index=“3″}

Gerade auf dem iPad ergibt der Simulator für mich deutlich mehr Sinn als auf einem kleinen Smartphone-Display. Das Modell ist besser zu erkennen und die virtuellen Steuerbereiche lassen sich angenehmer bedienen.

Auf dem iPhone funktioniert die App ebenfalls gut für kurze Trainingseinheiten. Wer längere Zeit üben möchte, profitiert aber klar von der größeren Bildschirmfläche eines iPads.

Wie wird gesteuert?

Die Steuerung erfolgt über zwei virtuelle Steuerknüppel auf dem Touchscreen. Dabei muss man den Finger nicht exakt auf dem sichtbaren Knüppel platzieren.

Die linke Bildschirmhälfte steuert den linken Knüppel, die rechte Bildschirmhälfte den rechten. Die sichtbaren Knüppel sind laut Entwickler hauptsächlich eine Orientierung und bewusst relativ klein gehalten, damit sie nicht zu viel vom Fluggeschehen verdecken. :chatgpt-content-reference{index=“4″}

Das funktioniert nach kurzer Eingewöhnung überraschend gut. Man sollte allerdings nicht erwarten, dass sich ein Touchscreen genauso anfühlt wie zwei echte Senderknüppel.

Kann man mit einer Touchscreen-Steuerung wirklich RC-Fliegen lernen?

Teilweise ja.

Absolute RC Simulator eignet sich sehr gut, um die grundlegende Orientierung eines RC-Flugzeugs zu trainieren. Genau das ist bei Anfängern häufig die größte Hürde.

Wenn das Modell von einem wegfliegt, wirkt die Steuerung noch recht logisch. Dreht es um und kommt auf den Piloten zu, kehren sich links und rechts aus Sicht des Piloten plötzlich um.

Diese Situation kann man im Simulator beliebig oft üben.

  • geradeaus fliegen
  • saubere Kurven
  • auf sich selbst zufliegen
  • Höhe halten
  • Landeanflug
  • Abfangen vor der Landung

Genau dafür halte ich die App für sinnvoll. Das Muskelgefühl eines echten Senders kann sie allerdings nur eingeschränkt vermitteln.

Für Anfänger gibt es einen Autopiloten

Eine interessante Funktion für Neueinsteiger ist der integrierte Autopilot.

Er kann Teile der Steuerung übernehmen und erleichtert damit den Einstieg. Der Entwickler empfiehlt ausdrücklich, zunächst mit den Anfänger-Einstellungen zu beginnen und sich anschließend schrittweise an die normalen Einstellungen heranzutasten. :chatgpt-content-reference{index=“5″}

Das gefällt mir besser als ein Simulator, der den Anfänger sofort mit einem sehr direkten Kunstflugmodell alleine lässt.

Welche Kameraperspektiven gibt es?

Die Kamera beeinflusst bei einem RC-Simulator stark, wie realistisch sich das Training anfühlt.

Absolute RC Simulator bietet mehrere Perspektiven. Dazu gehört die feste Pilotenkamera, bei der man wie auf einem echten Modellflugplatz an einer Stelle steht und das Modell aus der Entfernung beobachtet.

Zusätzlich gibt es eine Kamera, die dem Modell folgt. Gerade für Anfänger ist das hilfreich, weil das Flugzeug dadurch nicht so leicht aus dem sichtbaren Bereich verschwindet. Auch eine Pilotenansicht ist vorhanden. :chatgpt-content-reference{index=“6″}

Zum echten Training würde ich trotzdem möglichst früh auf die feste Pilotenperspektive wechseln. Genau dort entsteht die typische RC-Situation, bei der sich das Modell relativ zum eigenen Standort bewegt.

Welche Flugzeuge sind enthalten?

Die App bietet verschiedene Modelltypen vom Einsteigerflugzeug bis zu Kunstflug-, Scale- und Jet-Modellen.

Weitere Flugzeuge können einzeln über In-App-Käufe freigeschaltet werden. Im deutschen App Store werden beispielsweise Modelle wie P-51 Mustang, F-15 Eagle, A380 EDF, Sky Surfer und verschiedene Kunstflugmodelle angeboten. :chatgpt-content-reference{index=“7″}

Für einen Anfänger würde ich bewusst mit einem langsam fliegenden Trainer oder Segler beginnen. Ein Jet oder aggressives 3D-Modell macht zwar Spaß, bringt für den Einstieg aber wenig.

Absolute RC Simulator Full: Lohnt sich die Vollversion?

Neben der kostenlosen Basis-App gibt es Absolute RC Simulator Full.

Die Vollversion kostete im deutschen App Store zuletzt 45 Euro und enthält laut Anbieter unter anderem 25 RC-Flugzeuge, 21 Hubschrauber, sechs Boote, vier RC-Cars sowie mehrere Flug-, Auto- und Bootslandschaften. :chatgpt-content-reference{index=“8″}

Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie intensiv man den Simulator nutzt.

Für jemanden, der erst herausfinden möchte, ob RC-Flug überhaupt das richtige Hobby ist, würde ich zunächst die kostenlose Variante ausprobieren.

Wer regelmäßig trainiert und viele Modelle ausprobieren möchte, kann mit der Vollversion günstiger fahren als mit zahlreichen einzelnen In-App-Käufen.

Ist Absolute RC Simulator ein Spiel?

Der Entwickler weist ausdrücklich darauf hin, dass die Anwendung nicht als klassisches Arcade-Spiel gedacht ist.

Die Modelle reagieren bewusst träger und realistischer als ein typisches Handy-Flugspiel. Man muss deshalb damit rechnen, dass die ersten Flüge auch im Simulator mit einem Absturz enden. :chatgpt-content-reference{index=“9″}

Genau das ist für einen Simulator aber sinnvoll. Ein RC-Flugzeug, das sich automatisch nach jeder Kurve stabilisiert, würde einen Anfänger eher schlecht auf den echten Flug vorbereiten.

Warum ein RC-Simulator vor dem ersten Modell sinnvoll ist

Ein Simulator kann natürlich keinen erfahrenen Fluglehrer ersetzen. Trotzdem lassen sich viele typische Anfängerfehler damit vorher trainieren.

Der große Vorteil liegt darin, dass ein Absturz keinerlei Folgen hat.

Im Simulator kann man zehnmal hintereinander versuchen, denselben Landeanflug sauber zu fliegen. Beim echten Modell wären nach dem zweiten missglückten Versuch möglicherweise Propeller, Fahrwerk oder sogar die Tragfläche beschädigt.

Wer zusätzlich wissen möchte, welche mobilen Helfer auf dem echten Flugplatz sinnvoll sind, findet dazu unseren Ratgeber Die besten Apps für Flugmodell-Piloten 2026.

Was sollte man als Anfänger im Simulator trainieren?

Ich würde nicht einfach planlos herumfliegen. Mit ein paar einfachen Übungen bekommt man deutlich mehr aus dem Simulator heraus.

Übung 1: Geradeaus und Höhe halten

Zunächst reicht es, mit einem einfachen Trainer geradeaus zu fliegen und die Höhe möglichst konstant zu halten.

Dabei bekommt man ein Gefühl dafür, wie wenig Ruderausschlag häufig notwendig ist.

Übung 2: Große Kurven fliegen

Danach würde ich große, langsame Kurven üben. Ziel ist nicht maximale Schräglage, sondern ein sauberer Richtungswechsel.

Übung 3: Auf den Piloten zufliegen

Diese Übung ist besonders wichtig.

Kommt das Modell direkt auf einen zu, muss man sich daran gewöhnen, dass eine Bewegung des eigenen rechten Steuerknüppels aus der eigenen Sicht eine andere Modellbewegung erzeugt als beim Wegflug.

Wer das im Simulator automatisiert, hat beim echten Flug schon viel gewonnen.

Übung 4: Platzrunde

Als Nächstes würde ich immer dieselbe rechteckige Platzrunde fliegen.

  • Start
  • geradeaus steigen
  • erste 90-Grad-Kurve
  • Querabflug
  • zweite Kurve
  • Gegenanflug
  • Landekurve
  • Endanflug

Das klingt unspektakulär, ist für den echten Modellflug aber deutlich hilfreicher als sofort Rollen und Loopings zu probieren.

Übung 5: Landungen

Eine saubere Landung würde ich am häufigsten üben.

Dabei sollte das Modell möglichst früh in einen ruhigen Endanflug gebracht werden. Kurz vor dem Boden wird langsam abgefangen.

Der Simulator vermittelt dabei vor allem, dass hektische Ruderausschläge kurz vor dem Aufsetzen selten eine gute Idee sind.

Vor dem echten Erstflug Schwerpunkt kontrollieren

Auch hundert perfekte Simulatorlandungen helfen wenig, wenn das echte Modell falsch eingestellt ist.

Vor dem Erstflug gehört deshalb die Schwerpunktkontrolle zu den wichtigsten Punkten.

Wie man den Schwerpunkt ermittelt und welche digitalen Rechner dabei helfen, erklären wir im Artikel Schwerpunkt beim RC-Flugzeug berechnen: Die besten Apps und digitalen Rechner.

Simulator und echtes Modell unterscheiden sich trotzdem

Auch ein guter Simulator bleibt eine Simulation.

Beim echten Modell kommen Dinge dazu, die auf dem iPad kaum vollständig nachgebildet werden können:

  • Böen
  • wechselnder Wind
  • Sonne und schlechte Sicht
  • Entfernung
  • Nervosität beim Erstflug
  • kleine Bau- und Einstellungsfehler

Gerade ein echtes Modell kann sich außerdem etwas anders verhalten als das virtuelle Flugzeug.

Deshalb würde ich den ersten Flug trotz Simulatortraining möglichst mit Unterstützung eines erfahrenen Modellpiloten durchführen.

iPhone oder iPad: Was eignet sich besser?

GerätVorteilNachteil
iPhoneImmer dabei, schnell gestartetKleiner Bildschirm
iPadGroßes Bild, Modell besser sichtbarWeniger mobil

Wenn beide Geräte vorhanden sind, würde ich klar zum iPad greifen. Gerade beim Landeanflug oder wenn das Modell weiter entfernt ist, macht die größere Darstellung einen deutlichen Unterschied.

Kann man einen echten RC-Sender verwenden?

Hier liegt für mich eine der Grenzen mobiler Simulatoren.

Absolute RC Simulator ist in erster Linie auf die Bedienung über den Touchscreen ausgelegt. Wer mit seinem eigenen RC-Sender und einem Simulator-Interface trainieren möchte, ist mit einem klassischen Simulator auf PC oder Mac häufig besser bedient.

Der Unterschied ist wichtig. Mit einem echten Sender trainiert man gleichzeitig Fingerposition, Knüppelwege und die Bedienung des später tatsächlich verwendeten Senders.

Für wen eignet sich Absolute RC Simulator?

NutzerEignung
Kompletter RC-FluganfängerSehr gut zum Einstieg
Erster Trainerflug geplantSehr sinnvoll
Landungen übenGut
Gelegentliches Training unterwegsSehr gut
Fortgeschrittener KunstflugBedingt
Training mit echtem SenderPC-Simulator meist besser

Was kostet Absolute RC Simulator?

Die normale Version von Absolute RC Simulator kann kostenlos geladen werden und enthält In-App-Käufe. Zusätzliche Modelle kosten im deutschen App Store derzeit häufig 2,99 Euro pro Modell. :chatgpt-content-reference{index=“10″}

Daneben gibt es die Vollversion mit einem größeren Komplettpaket. Die Preise können sich im App Store jederzeit ändern, deshalb würde ich vor dem Kauf immer noch einmal direkt nachsehen.

Absolute RC Simulator kostenlos ausprobieren

Gerade weil eine kostenlose Version vorhanden ist, gibt es wenig Grund, sofort die Vollversion zu kaufen.

Ich würde zunächst ein paar Abende mit dem enthaltenen Einsteigermodell verbringen. Wenn Steuerung und Fluggefühl gefallen und man regelmäßig damit trainiert, kann man später zusätzliche Modelle freischalten.

Absolute RC Simulator im Apple App Store ansehen

Nach dem Simulator: Den echten Flug dokumentieren

Wenn die ersten echten Flüge geschafft sind, kann das Smartphone gleich die nächste Aufgabe übernehmen.

Mit einem digitalen Flugbuch lassen sich Flugzeiten, verwendete Akkus und Wartungen dokumentieren. Dazu findest du bei uns den Ratgeber RC-Flugbuch per App führen: Flugzeiten, Akkus und Wartung digital dokumentieren.

Auch der Akku gehört zum ersten Flug dazu

Bei einem Elektroflugzeug lohnt es sich außerdem, ein paar Grundlagen zum LiPo-Akku zu kennen.

Wie man Ladezeit, C-Rate und mögliche Laufzeit berechnet, erklären wir in unserem Artikel LiPo-Apps und Akku-Rechner für Modellbauer.

Wird das Modell danach längere Zeit nicht geflogen, sollte der Akku außerdem auf eine passende Lagerspannung gebracht werden. Mehr dazu gibt es unter LiPo richtig lagern: Lagerspannung, Storage-Modus und Sicherheit erklärt.

Mein Fazit zu Absolute RC Simulator

Absolute RC Simulator ist für mich eine der interessanteren Möglichkeiten, auf iPhone oder iPad einen ersten Einstieg in den RC-Flug zu bekommen.

Die App kann keinen echten Sender und keinen Fluglehrer vollständig ersetzen. Sie trainiert aber genau die Dinge, die vielen Anfängern am Anfang Schwierigkeiten bereiten: Orientierung, Kurven, Anflug und Landung.

Besonders sinnvoll finde ich die kostenlose Basisversion. Damit lässt sich ohne großes Risiko ausprobieren, ob das Simulatortraining überhaupt Spaß macht.

Wer später ernsthafter trainieren möchte, kann weitere Modelle freischalten oder auf die Vollversion wechseln. Für intensives Training mit dem eigenen Sender würde ich irgendwann zusätzlich einen klassischen PC-Simulator in Betracht ziehen.

Für den Einstieg gilt aber: Lieber zuerst zehn virtuelle Landungen vermasseln als die erste echte.